Begegnungen im Gespräch

Freitag  11.30 – 13.00 Raum OH1 

Constanze Rau und Annette Wyler - Toleranz und Respekt aktuell

 

Wo stehen wir- nach zwei Jahren Pandemie und angesichts des Krieges in der Ukraine- mit unserer Haltung/ Auffassung von Toleranz und Respekt? Sind wir und unsere Haltung dieselben geblieben? Und wie (tolerant und respektvoll) gehen wir mit uns und den anderen hinsichtlich unserer Verunsicherung um?

Wir wollen uns austauschen, diskutieren, begegnen -live und mit allen Sinnen.



Freitag 14.30 – 16.00  

Raum OH 1 

Bernd Kessel - Das Unfassbare fassen

 

Der Ukraine-Krieg und seine geostrategischen Hintergründe unter dem Blickwinkel von Aushandlungslogiken

 

Der entsetzliche, imperialistische Überfall Russlands auf die Ukraine hinterlässt uns mit Fassungslosigkeit. Gleichzeitig hat dieser Konflikt eine strategische Logik, zu der in unseren öffentlichen Medien wenig Diskurs stattfindet. Seit 2019 berate ich Mandate im Umfeld der deutsch-russischen Beziehungen. Aus meinen Recherchen und Erfahrungen heraus möchte ich einige Hintergründe beleuchten, die helfen, das Konfliktgeschehen besser einordnen zu können. Im Vorfeld meines Beitrags habe ich Gespräche mit Aufsichtsräten und Akteur:innen im Umfeld der Bundesregierung und der deutsch-russischen Beziehungen geführt. Ich stelle zehn Elemente der Architektur von komplexen Verhandlungen vor und werde aus zweien dieser Elemente heraus auf den Konflikt schauen. Abschließend stelle ich vor, warum meiner Einschätzung nach die Beratung/Mediation politischer Konflikte in Zukunft an Bedeutung gewinnen wird und wage einen Ausblick auf die Zeit nach dem Krieg.

 

Ich bin Mitgründer und Geschäftsführer der Kessel&Kessel GmbH. Seit dreißig Jahren berate ich nationale und internationale Organisationen aus Politik, Wirtschaft und Non Profit in Strategie- und Verhandlungsprozessen.  



Samstag 11.00 – 12.30

Raum OH 2

Daniel Masch - Trans* und nicht-binäre Menschen sensibel begegnen

 

Für eine professionelle Begleitung von trans* und nicht-binären Personen im Kontext von sozialer und pädagogischer Berufsbildung sind spezielles Wissen und eine sensible Haltung notwendig. Menschen, die sich als nicht passend erleben in der ihnen zugeordneten Geschlechtsidentität, bringen oft andere Themen und Bedürfnisse mit. Für nicht-trans* Personen („cis Personen“) sind diese intuitiv meist schwer greifbar, was zu einem teils emotional stark aufgeladenen Miteinander und gegenseitiger Verunsicherung führen kann. Neben der jahrelangen Erfahrung mit trans* Lebenswelten von Jugendlichen und Erwachsenen bringe ich auch professionelles Wissen rund um individuelle Transitionsoptionen und rechtliche Aspekte mit. Mit transaktionsanalytischem Blick werden Themen wie gender­sensible Sprache, Besonderheiten bei Nicht-Binarität/Genderqueeren/Agender und der Bezug zu alltäglichen und professionellen Herausforderungen während der fallspezifischen Arbeit mitgedacht.

 



Sonntag 11.15 – 12.45 Foyer 2. Stock 

Impulsvortrag von Günther Mohr und anschließendes Gespräch im Plenum. 

 

Krieg und Emotion: Was hat es eigentlich mit der kriegerischen Seite des Menschen auf sich? Viele moralische und rationale Positionen gibt es dazu.

Ich habe mal versucht, mir das Emotionsgeschehen in Zusammenhang mit aktuellen

Ereignissen anzuschauen. Da fiel mir auf, dass das innerhalb des ganzen

kriegerischen Konfliktablaufs sehr dominant ist.