KEYNOTE SPEECH AM FREITAG

„Wenn die Seele ruhig wird...““Verzeihen und Versöhnen in (Paar)- Beziehungen

Friederike von Tiedemann

Es ist so gut wie unvermeidlich, dass in Paarkonstellationen, die auf Dauer angelegt sind, die Partner einander verletzen und so ihre Beziehung belasten. Damit geraten beide Partner unweigerlich in nicht enden wollende gegenseitige Vorwürfe und Streitereien. Dies schadet im Laufe der Zeit ihrer Liebe und mündet nicht selten in Trennungen. Ausbleibende Versöhnung erschwert zudem eine kooperative Elternschaft oft über Jahre hinweg, gefährdet nachweislich das Kindeswohl und die eigene körperlich-seelische Gesundheit. Die Fähigkeit zur Aussöhnung ist somit eine zentrale Kompetenz, damit Beziehungen auf Dauer beständig und gesund bleiben. In unserer Therapie-und Beratungsarbeit ist es ein wichtiges Thema, an dem wir nicht vorbeikommen, wenn wir professionelle Hilfe leisten wollen. Der Vortrag beleuchtet wichtige Erkenntnisse der Versöhnungsarbeit mit Paaren und Einzelklienten und stellt ein Konzept zur gezielten Steuerung von Versöhnungsprozessen vor.

 


Kurzvita

Friederike von Tiedemann, Dipl. Psych. Psychologische Psychotherapeutin, 

Leitung des Hans Jellouschek Institutes Freiburg-Hamburg (HJI), Lehrende für Systemisch-Integrative Paartherapie und Supervision

an unterschiedlichen Weiterbildungsinstitutionen im deutschsprachigen Raum, Lehrtrainerin und Beraterin von Führungskräften und Teams, Privatpraxis für Einzel- und Paartherapie, Coaching und Supervision,  Buchautorin

Veröffentlichungen

 

„Das Geheimnis dauerhaften Glücks“,

Kreuz Verlag (2011)

„Schätze in den Trümmern finden“ in L.Reddemann: Zeiten des Wandels,

Kreuz Verlag (2013)

„Versöhnungsprozesse in der Paartherapie.

Ein Handbuch für die Praxis“ mit DVD (2017) Junfermann Verlag

 



KEYNOTE SPEECH AM Samstag

Keine Freiheit ohne Pressefreiheit. Warum das gerade in Zeiten einer Pandemie Sinn macht!

Christian Mihr

  

Die Covid-19-Pandemie hat weltweit eine Gesundheitskrise ausgelöst, hat aber auch gravierende Auswirkungen auf die Pressefreiheit. Denn was wir wissen, das wissen wir aus den Medien und das offenbart in Diktaturen und autoritären Systemen oft auch ein Versagen staatlicher Gesundheitspolitik. Regierungen halten Informationen über das Ausmaß der Pandemie zurück. Manche Regime versuchen, die Berichterstattung zu manipulieren. Journalistinnen, Journalisten und ihre Redaktionen werden festgenommen oder angefeindet, weil sie unabhängige Informationen über Virusbekämpfung veröffentlichen. Eine kleine Weltreise der Pressefreiheit zeigt, dass die größten Feinde der Pressefreiheit im Rahmen der Covid 19-Pandemie einmal mehr ihr wahres Gesicht gezeigt 


Kurzvita

Christian Mihr ist seit 2012 Geschäftsführer des Deutschland-Büros der internationalen Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen (RSF) die weltweit die Pressefreiheit verteidigt sowie verfolgte Journalistinnen und Journalisten unterstützt. Thematisch interessiert er sich insbesondere für Internetüberwachung und Zensurumgehung, Internet Governance, Medienpluralismus in der digitalen Welt und Geheimdienstkontrolle im digitalen Zeitalter. Regional interessiert er sich vor allem für Kolumbien, Ecuador, Chile, Belarus und Russland. Er beschäftigt sich zudem sehr viel mit der Situation des Journalismus in der Türkei. Vor seiner Tätigkeit bei RSF war er mehrere Jahre Journalist bei Print- und Onlinemedien in Deutschland und Ecuador sowie Dozent in der journalistischen Weiterbildung für eine deutsche Stiftung in Südrussland. Bis heute ist er als Dozent in der journalistischen Weiterbildung und als Lehrbeauftragter zu Fragen der Internet- und Medienregulierung an verschiedenen Hochschulen tätig. Er studierte Journalistik, Lateinamerikanistik und Politikwissenschaft an der Katholischen Universität Eichstätt und der Universidad de Santiago de Chile. Er ist u.a. Mitglied im Kuratorium des Deutschen Instituts für Menschenrechte sowie des Leibniz-Instituts für Medienforschung |Hans-Bredow-Institut.