Vom 15. bis 17. Mai wurde Lindau am Bodensee zum Begegnungsort für rund 650 Menschen, die Transaktionsanalyse leben, lehren, lernen und weiterdenken. Der 45. DGTA-Kongress stand unter dem Motto
„ICH & WIR in Resonanz zur Welt“ – und dieses Thema war in vielerlei Hinsicht spürbar.
Bereits der Auftakt am Donnerstag setzte mit dem DGTA-Tag einen besonderen Ton: Bertine Kessel lud dazu ein, nicht nur den Kongress, sondern auch die DGTA selbst zu feiern. Daraus entstand ein
berührender Spannungsbogen: sich selbst zu feiern, miteinander zu feiern und 50 Jahre DGTA zu würdigen. Dies wurde in den am Donnerstag stattgefundenen Veranstaltungen deutlich. In
Anwendertreffen, Lehrendenkonferenz, Netzwerk- und Fachgruppentreffen sowie der Mitgliederversammlung wurde lebhaft diskutiert, Ideen und Gedanken miteinander ausgetauscht und Neues entwickelt.
Im Kongress schlugen die Keynotes einen inspirierenden und generationsübergreifenden Bogen. Philosoph und Zukunftsforscher Christian Uhle sowie die beiden international bekannten TA-Persönlichkeiten Helena Hargaden und Charlotte Sills verbanden Zukunftsfragen, gesellschaftliche Entwicklungen und transaktionsanalytisches Denken auf eindrucksvolle Weise.
Mit über 140 Workshops, World-Cafés und Diskussionsrunden war das dreitägige Programm vielfältig und lebendig – und vor allem gut besucht. Besonders spürbar war die Offenheit für Begegnung, das Interesse an den vielfältigen Themen und eine freudvolle und lebendige Atmosphäre.
Eine besondere Überraschung war der Besuch von Terry Berne als Ehrengast. Seine Präsenz fühlte sich für viele fast wie ein Familientreffen an – vertraut, verbindend und emotional.
Auch der Festabend auf dem Schiff über den Bodensee wird vielen in Erinnerung bleiben. Eine warme, entspannte Atmosphäre, Begegnungen über Generationen hinweg und das Gefühl, Teil einer
lebendigen Gemeinschaft zu sein.
Die Ansprache von Sylvia Schachner ordnete die Bedeutung der DGTA im internationalen Kontext eindrücklich ein. Besonders bewegend war im Anschluss die Entscheidung, den Award nicht einer
Einzelperson, sondern allen Mitgliedern der DGTA zu widmen. Moderiert und begleitet von Christina Hagehülsmann entstand ein symbolisch dichter und atmosphärisch starker Moment.
Eine weitere große Empfehlung bleibt die Festschrift „Was sagen Sie heute, nachdem Sie ‚Guten Tag‘ gesagt haben?“, ein über 550 Seiten starkes Lesebuch zum 50-jährigen Jubiläum. Einladend,
berührend und voller Perspektiven auf Vergangenheit und Zukunft der Transaktionsanalyse. Für die Sommerzeit eine klare Leseempfehlung und zugleich eine wertvolle Ressource für
Weiterbildungsgruppen.
Die Vielfalt und die Highlights im Programm des Jubiläumskongresses sind durch das engagierte Zusammenwirken von Kongressteam, Vorstand und den vielen Akteur:innen in Beiträgen, Formaten und
Workshops entstanden, getragen von Ideenreichtum, genseitiger Resonanz und gemeinsamer Gestaltung.
Besonders in Erinnerung bleibt außerdem die internationale Gastfreundschaft: Menschen aus vielen Nationen, unterschiedliche Perspektiven und eine spürbare Offenheit machten deutlich, wie sehr die
Transaktionsanalyse von Begegnung lebt.
Vielleicht war genau das der stärkste Eindruck dieses Kongresses: Resonanz entsteht nicht nur auf den Bühnen oder in Workshops sondern vor allem mit, zwischen und durch Menschen.
Euer Kongressteam der DGTA
Daniela Lau, Ulrike Glindmeyer, Wencke Kirchner-Wirth, Nicole Krüttgen, Sonja Billmann und Sabrina Hupperich (auf dem Bild von links nach rechts)
Diese Veranstaltung wurde im Rahmen der Kongressinitiative für die Bayerische Tourismuswirtschaft (Kongresse in Bayern – KiB) gefördert.